Waldgeflüster

Samstag, 24. September 2016

Mabon Ritual 2016 bei den Externsteinen

Am 24.09.2016 sind wir der Einladung der "Großmütter der Externsteine" gefolgt und nahmen an einem einmalig schönen, sehr emotionalem Mabon Ritual teil. Für uns war es eine Ehre, dass wir Teil dieses Rituales sein durften und sogar Teil davon waren in dem wir unser Mabon Gedicht vortrugen.

Wir möchten gar nicht so viel erzählen, sondern lieber Bilder sprechen lassen :)























Von Herzen Danke an die "Großmütter der Externsteine" für die Einladung. Wir kommen gerne wieder <3 p="">

Mittwoch, 14. September 2016

Lustiges aus dem Hexenwald

Frau: "Ich habe Rückenschmerzen"

Mann: "Ein Hexenschuss kann es schon mal nicht sein!"

Frau: "Wieso?!"

Mann: "Die schießen nicht auf ihre eigenen Leute"


Ahhhhhh wieder was gelernt :D

Dienstag, 13. September 2016

Mabon 2016 - Das Leben ist wie eine Ballonfahrt



Liebe Besucher unseres Traumreich-Waldes,

Mabon 2015- der Entschluss
Mabon steht vor der Tür. Das Fest der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Es ist eines der 4 Sonnenfeste in unserem Jahreskreis. Im Jahresrad liegt es genau gegenüber des Frühlingsanfangs.
Am 22. September ist es soweit. Wir werden uns zu einem Ritual an die Externsteine begeben und euch natürlich später davon erzählen.

Wenn man den Jahreskreis auf den Tag überträgt, dann entspricht dieses Fest dem
Sonnenuntergang. Direkt zwischen Abendrot und Dämmerung. Nicht richtig Tag und nicht richtig Nacht. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber auch ich spüre mich zur Zeit wie auf einer Schwelle. Es ist nicht mehr richtig Sommer aber auch noch nicht richtig Herbst. Mein Körper möchte gerne den Herbst spüren… ab und zu gelingt es ihm auch… und dann kommt wieder eine Hitze-Periode und er ist wieder durcheinander. Dafür ist diese Zeit übrigens bekannt. Für besondere Gefühlszustände.
Als ich die letzten Abende draußen auf meiner Wiese darüber Philospierte, was ich an Mabon feiern möchte, kamen mir viele Gedanken in den Kopf. Aber ein Thema kam immer wieder und manifestierte sich. Es geht darum, dass wir uns jetzt schon überlegen, was wir mit in den Winter nehmen möchten und was wir hinter uns lassen. Ein Thema, welches wir euch ja schon oft vorgestellt haben, welches ich aber heute einmal anders angehen möchte. Ich möchte euch zeigen, dass der Jahreskreis uns auch als Helfer dienen kann... uns in jeder Lebenslage unterstützen kann,... und es auch macht. 

Und ich habe mich entschieden, dafür sehr persönlich zu werden.

Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche -
der Cut! 
Ihr kennt mich ja schon viele Jahre. Natürlich ist euch nicht entgangen, dass ich immer eine sehr wohlgenährte Hexe war. Glücklich – keine Frage, aber eben auch stark übergewichtig. Schuldige dafür gibt es genug. Meine Schilddrüse die einfach nicht so arbeitet wie sie sollte, meine Kindheit in der ich lernte immer alles in mich hineinzufressen und natürlich auch ich selbst. Denn mir war mein Gewicht irgendwann egal und als Genussmensch war ich dem Essen nie abgeneigt.

Letztes Jahr zur Tag und Nachtgleiche entschied ich mich zum ersten Mal, dass ich daran etwas ändern wollte. Ein halbes Jahr Kampf war nötig damit ich an der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche meine Operation zur Schlauchi-Trägerin bekam. Wie? Ihr möchtet wissen, was das ist? Ein Schlauchi? Das ist ein Schlauchmagen. Mein Magen wurde entfernt. Bis auf 120 ml Restvolumen ist er weg. Ein sehr krasser und nicht mehr Rückgängig zu machender Schritt.

In diesem halben Jahr des Kampfes habe ich mich gesammelt, sehr viel reflektiert und mir Gedanken darüber gemacht. Begleitet von der dunklen Jahreszeit waren auch meine Gedanken ab und zu sehr dunkel. Ich fragte mich, was denn der Magen dafür könne, dass es in meinem Leben falsche Impulse gab. In einer Schmanischen Reise fragte ich meinen Magen, ob er dieses Opfer für mich bringen möchte und er stimmte zu. Ich packte alles in Sinnbildliche Pakete und packte sie in meinen Magen- damit alles was ich an Seelischem Ballast mit mir herumgetragen habe, mit der OP entfernt werden könne. Wie gesagt- es war ein sehr harter, schwieriger Weg. Auch noch 5 Minuten vor der OP war ich kurz davor aufzustehen und einfach zu gehen. Aber ich zog es durch.

Und der Jahreskreis begleitete mich. Die Operation war Ende Februar. Mit der Fühlings-Tag-und-Nachtgleiche kam die Sonne zurück und gab Kraft und Stärke. Das Ostara Wasser gab mir Heilung. An Beltaine spürte ich eine noch nie so stark dagewesene Selbstliebe zu meinem Körper. Natürlich war ich auch im Vorfeld schon sehr Selbstbewusst und liebte meinen Körper. Aber diese „Notsituation“ der Operation hat uns noch einmal so richtig zusammengeschweißt. Ich liebe mich! Ja! An Litha mit der Zeit des Wassers, fing ich an mich auch emotional
Ostara, die heilende Kraft des Labyrinthes
zu reinigen und alles negative mit dem Wasser gehen zu lassen. An Lughnasadh fuhr ich die ersten Ernten ein. Natürlich habe ich mich bis zu diesem Zeitpunkt äußerlich schon verändert, aber das empfand ich nur nebenbei als Ernte…. Denn mein Kopf sah mich immer noch so, wie vor der Operation. An Lughnasadh entstand in mir zum ersten Mal das Gefühl, dass ich wieder die Alte bin. Wie vor der OP. Zaghaft aber mit der Zeit immer standfester blieb das Gefühl und sogar mein Umfeld spürte, dass ich die Tornados und die Wirbelwinde der Op endlich auch charakterlich überstanden hatte.

Das war für mich wirklich eine Ernte. Denn ich hatte vor nichts so schlimm Angst, wie davor, dass ich nicht mehr die Alte sein würde. Nicht mehr die freche, selbstsichere, fröhliche, kraftvolle Hexe. Aber ich bin wieder da. Ich war nie wirklich weg. Ich war nur in einem Wirbelwind der Operations-Hormon-Chaos-Dingens gefangen. (Ich weiß keinen besseren Namen für diesen Zustand, … Schock vielleicht- aber mir gefällt das Dingens besser) ;)

Beltane 2016 - ich liebe mich! 
Jetzt naht Mabon. Das zweite Erntefest. Erntedank. Und ich spüre in jeder Phaser meines Körpers, dass ich dankbar bin. Und ich möchte Danken. In diesem Jahreszyklus ist so unglaublich viel passiert und die Jahreszeiten mit entsprechenden Eigenschaften haben mich herrlich durch diese Zeit getragen und mich begleitet.

Ich danke an erster Stelle natürlich Ilfur, der in dieser Zeit besonders über mich gewacht hat und mich durch Tränen und Freude begleitet hat wie kein anderer. Du warst und bist der Fels für mich. Mein Baum, der mich hält und stark ist. Danke für Deine Kraft! 

Litha, mich daran erinnern,
 wer ich bin 
Ein ganz besonderer Dank geht auch an meine Familie. Sie hat meine Entscheidung zu jeder Zeit unterstützt und mir viel Kraft und Halt gegeben. Sie hat Kindheitsdinge mit mir aufgearbeitet und mich gehalten. Mich an meine Wurzeln erinnert.

Ich danke meinem Onkel Andre, der mich pusht und mich motiviert, mich als kleiner Warrior bezeichnet und mir Mut macht, wenn ich den Kopf in den Sand stecken möchte. Der mir das Bild von dem "aus dem alten Körper schälen" gezeigt hat und mich immer wieder daran erinnert: "Know your why!" Danke Andre!!

Ich danke Andy der mir gezeigt hat, dass ich nach der OP noch gebraucht werde und mir völlig neue Sichtweisen über das Leben erörtert hat.

Ich danke Sylvia die mir in der anfänglichen Depression aufgefangen und begleitet hat. Sie war der wohl wichtigste Schlüssel für mich und ist es auch noch. In den ersten 2 -4 Wochen nach der Operation hatte ich das Gefühl, dass ich mein Leben weggeworfen hätte. Ich konnte nichts richtiges essen und war immer schon nach 2-3 Esslöffeln voll. Lebensqualität stellte sich nicht mehr ein. Sie machte mir Mut und da sie einen Monat vor mir Operiert wurde, wusste sie natürlich wovon sie spricht und machte mir als Vorbild richtig Mut. Ich danke ihr sehr!

Lughnasadh - die erste Ernte einfahren
Ich danke Dr. Tobias Meile und seinem Team des Bad Cannstatter Klinikums, die mich das ganze Jahr über so professionell begleitet haben und mir Hilfestellungen in jeder Lebenslage gegeben haben und geben.

Ich danke Sandy, Rosi, Conny, Nathalie, Dieter, Angelika, Hendrik und Miriam für die Motivation und Zusprache während der Zeit des Kampfes und anschließend.

Ich danke Gunnar, Chrissi und Gerd, die mich immer noch mit den gleichen Augen ansehen, wie eh und je… echte Freunde eben.

Und ich danke meinen Ahnen, die auf mich aufgepasst haben!
Ich danke dem lieben Gott und der Göttin!

Und ich danke jedem einzelnen von euch. Ihr habt mich ohne es zu wissen durch eine sehr prägende Zeit begleitet. Habt mir durch eure unzähligen E-Mails und Gedanken Mut gemacht und jede einzelne hat mir unglaublich geholfen und mir Wärme und Kraft gegeben. Danke! Von Herzen Danke!

Es ist ein unglaubliches Geschenk, so gehalten zu werden. Und manchmal, wenn ich Abends ganz alleine auf meiner Wiese sitze und verträumt in den Sonnenuntergang schaue, die Schwalben fliegen und irgendwo ein Dachs ruft, ich den Heugeruch in der Nase habe und die Bauern in der ferne arbeiten höre, dann durchzieht es mich mit jeder Phase meines Körpers und eine Träne der Rührung rinnt über mein Gesicht:

DAS LEBEN IST SCHÖN!!!


Mabon 2016 - Minus 67 Kilo
Zeit um Danke zu sagen...


Montag, 12. September 2016

Kein Pilz ist klein genug, um nicht auch ein Glückspilz zu sein :)

Letztes Wochenende war im Kloster Maulbronn der Herbst und Erntemarkt. Passend zum Jahreskreis.  Schon am Anfang wurde man mit abertausenden Gerüchen begrüßt. Es herrschte fröhliches treiben und allerlei Händler boten frisch geerntete Geschenke der Mutter Natur dar. Besonders angetan haben es mir natürlich die Pilze. Wie wunderschön diese kleinen Kunstwerke doch sind. 

Pilz in freier Laufbahn - es sieht aus wie ein Vogel 

Noch mehr Pilze :)

Passend zur Erntezeit beschenkt Mutter Natur uns wieder mit wunderschönen Pilzen


Sie haben sich extra fein herausgeputzt :) Sie sehen fast ein bißchen stolz aus :)

Die Erde lässt sie nicht komplett los :) 

Die Farben lassen den kommenden Herbst erahnen

Herbst- und Erntemarkt im Kloster Maulbronn


Zuhause angekommen wurde die Ausbeute gleich mal begutachtet :)

Hmmm das sieht schon lecker aus :)

Ein paar Maultaschen dazu und serviert

Es war unglaublich lecker!!! 

Keine Presse bitte! Die Hexe ist inkognito hier 

Na gut- ein Strahlen kann ich euch gerne schenken :)


Hier ist die Zeit stehen geblieben :) 

PS: Natürlich sammeln wir normalerweise selbst... aber dieses Jahr sind wir einfach noch nicht dazu gekommen :( 

Freitag, 9. September 2016

Waldgeflüster im September

Heiliger Seraphim von Sarow 


"Trinke dort, wo ein Pferd seinen Durst löscht - ein Pferd wird niemals schlechtes Wasser trinken. Gehe dort zu Bett, wo eine Katze schläft. Iss die Frucht, welche ein Wurm berührte. Greife angstfrei nach den Pilzen, wo sich Schnaken und Mücken hinsetzen. Pflanze dort einen Baum, wo ein Maulwurf gräbt. Bau ein Haus auf dem Platz, wo sich die Schlange wärmt. Grabe einen Brunnen dort, wo die Vögel an heißen Tagen nisten. Gehe zu Bett und stehe auf zusammen mit den Hühnern - so wirst du ein goldenes Korn für den ganzen Tag erlangen. Iss mehr Grünes - so wirst du starke Beine und ein ausdauerndes Herz wie bei einem Tier haben. Geh öfters schwimmen, dann wirst du dich auf der Erde wie ein Fisch im Wasser fühlen.
Schaue öfters zum Himmel und nicht unter die Füße - so werden deine Gedanken klar und leicht sein. Schweige öfters anstatt zu reden - so wird die Stille deine Seele bewohnen, dein Geist wird friedlich und ruhig sein."

Heiliger Seraphim von Sarow (1759-1833)